Sogar gegen die amtierenden Weltmeister gespielt

Die Vereinsreise hat auf der Mittelmeerinsel an die Nordküste ins Hafenstädtchen Ile Rousse geführt, wo Pétanque und Kulinarik verbunden wurden.
(fs) – Nachdem vor sechs Jahr ein Weekend am Thunersee auf dem Programm stand, war es mit dem lang ersehnten Ausflug nach Korsika Mitte September 2024 endlich so weit. Zur Vorbereitung meinte Organisator Bernhard Erne, dass ein Teil der 18-köpfigen Reisegruppe den Grand Prix am Wochenende bestreiten wollte. Deshalb wurde die Feriendauer auf zehn Tage verlängert. Das Hotel «Le Grillon» befand sich 150 Meter vom Zentrum und der Strandpromenade entfernt. Ile Rousse erwies sich als ideale Destination zum Pétanquespielen. Passenderweise fand das jährliche Turnier mit weit über tausend Teilnehmern statt.
Lehrstunde gegen die Weltmeister
In der von Platanen beschatteten Ortsmitte und in Sichtweite zur Marmorbüste des korsischen Helden verzeichnete die zwölfte Austragung des internationalen Turniers um die «Challenge Pascal Paoli» mit 408 registrierten Triples einen neuen Rekord. Den Verlauf fasste Bernhard Erne, der mit Felix Rudolf und Pascal Roth ein Team bildete, zusammen: «Dass wir in der Zwischenrunde gegen die amtierenden Weltmeiser aus Thailand – mit den Namen Khamdee, Sriboonpeng und Toosewha – zugelost wurden, war Pech und Freude zugleich. Es bedeutete das sichere Ausscheiden gegen die momentan beste Pétanque-Mannschaft.» In welcher Sportart gibt es das sonst, dass Hobbyspieler gegen die absolute Weltspitze antreten können. Die als Schweiz gegen Thailand angekündigte Partie verlieh dem Aufeinandertreffen noch mehr Brisanz. Vor Hunderten von Zuschauern lautete das Schlussresultat 1:13, wobei der Ehrenpunkt zum zwischenzeitlichen 1:7 verbucht wurde.
Die lokale Küche entdeckt
Wie auf dem Foto mit dem vorbeihuschenden Kellner zu sehen ist, wurde in kulinarischer Hinsicht einiges geboten. So stand unter anderem auf der Menükarte: «Filet mignon de cochon noir à la myrte corse». Es gab eine grosse Auswahl an ausgezeichneten Adressen, welche die regionale Küche ehren und die Aromen von Land und Meer auf subtile Weise kombinieren. Die Gastfreundschaft verlieh den genussvollen Erlebnissen eine besondere Note. Das exquisite Nachtessen am vorletzten Abend ging auf Kosten der Vereinskasse, was die Teilnehmenden mit Applaus zu schätzen wussten.
Das Inselleben genossen
Das Städtchen Ile Rousse bot die Möglichkeit, zu entspannen und die Sonne zu geniessen. Es gab nichts Besseres, als nach einem intensiven Pétanquetag im klaren Wasser zu schwimmen und die Aussicht aufs Mittelmeer zu geniessen. Das Zusammensein kam keineswegs zu kurz. Die Clubmitglieder trafen sich jeweils auf dem Hauptplatz zum Apéro. Es war schön zu sehen, wie gut die Gruppe harmonierte und die Ferien in vollen Zügen genoss. Zusätzlich wurden Ausflüge in die nähere Umgebung unternommen, um die abwechslungsreiche Landschaft zu entdecken.
Fazit: Der Aufenthalt auf der kontrastreichen Insel war ein aussergewöhnliches Erlebnis. Sie bleibt nicht nur wegen der sportlichen Erfolge in bester Erinnerung, sondern auch wegen den gemeinsamen Momenten.

Foto für das Stammbuch, als die Zurzacher gegen die Weltmeister gespielt haben

Im Hinterhof des Restaurants «Le Rialto» liessen es sich die Gäste schmecken