Finaleinzug knapp verpasst

Dem PCZGZ-Team – in der Besetzung Felix Rudolf, Pascal Roth und Bernhard Erne – ist beim eigenen Grand Prix 2025 der grosse Coup verwehrt geblieben.
(fs) – “Lokalmatadoren gewinnen das Heimturnier“. Das wäre die Schlagzeile gewesen, doch es hat nicht sollen sein. Nachdem sie relativ einfach durch die Poule sowie Achtel- und Vielfinals gekommen sind, kam es im Halbfinal zum Duell mit der gemischten Equipe aus Freiburg. Diese hatte mit Christophe Riff den Deutschen Meister im Tireur in den Reihen. Auch er erwischte in der ersten Mène einen Kaltstart, als alle sechs Zurzacher Kugeln näher beim “Cochi“ lagen.
Es entwickelte sich ein Spielverlauf, der an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten war. Auf einmal hiess es 6:10. Bei einsetzendem Gewitterregen gab es eine weitere Wende, als die Gastgeber noch einen Punkt zum Finaleinzug benötigten. Die entscheidende Mène wurde in der Halle ausgetragen. Dort behielt der nachmalige Turniersieger mit der letzten Kugel das bessere Ende für sich.
Entscheidung im „Pflotsch“ und in der Halle
“Ich glaube noch nie“. So lautet die Antwort von Felix Rudolf auf die relevante Frage, wie oft es schon vorgekommen ist, dass er an einem solchen Turnier nach der ersten Mène mit 6:0 in Führung oder Rückstand gelegen hat. Man kann sich in etwa vorstellen, was ihm zur erwartenden Reaktion des starken Gegners durch den Kopf ging.
Beim Stand von 10:11 bot sich Pascal Roth mit dem letzten Wurf die Möglichkeit, bei widrigen Platzverhältnissen für die Entscheidung zu sorgen. Weil sein hoher Versuch um Haaresbreite zu kurz geriet, blieb es bei zwei Zählern. Damit stand es weiterhin “Spitz auf Knopf“, was den Finaleinzug anbetraf. Dafür wurde das Geschehen nach drinnen verlegt.
Angesprochen auf die letzte Mène auf dem Hallenboden, als seine Kugeln nicht gekommen sind, nennt es Bernhard Erne ganz einfach Frust. “Mir war bewusst, wie wichtig ein gutes Legen ist. Entsprechend parat bin ich gewesen. Wenn es nicht wunschgemäss klappt, ist es ärgerlich. C‘est la pétanque, die Kugeln haben manchmal ihren eigenen Kompass.“