Mittendrin und ganz nah dabei…!

Vier Vereinsmitglieder waren in der Hauptstadt der ostfranzösischen Region Burgund an der 51. Pétanque-Weltmeisterschaft vor Ort.
(fs) – In Dijon konnten die Titelverteidiger aus Thailand, gegen die das Zurzacher Team Mitte September 2024 bei der Vereinsreise auf Korsika gespielt hat, wegen fehlenden Visumsanträgen nicht teilnehmen. In den Halbfinals trafen Italien und Tunesien sowie Frankreich und Madagaskar aufeinander. Während es in der ersten Partie ein 13:4 gab, bezogen die Gastgeber eine 3:13-Schlappe. Zum Unmut der 4‘000 Zuschauer fand die französische Equipe nie Lösungen, die Punkte eingetragen hätten.
Das von kniffligen taktischen Entscheidungen geprägte Endspiel zwischen Italien und Madagaskar endete 13:11. Beim 30-jährigen Diego Rizzi – dem überragenden Tireur auf Seiten der Gewinner – war auffallend, dass er Sekundenbruchteile vor der Kugelabgabe den linken Fersen hinten vom Abwurfring angehoben hat.
Enttäuschung bei den Gastgebern
Louis Kleinhoffer verfolgte die gesamte Weltmeisterschaft auf YouTube. Im Gespräch mit ihm kommt zur Sprache, weshalb das Gastgeberland den Titel in der Königsdisziplin wie schon im Vorjahr verpasst hat. «Sie sind nicht mehr das Mass aller Dinge, was mit dem Generationenwechsel zusammenhängt.» Während Philippe Quintas seit vier Jahren als Fernsehkommentator tätig ist, gab die andere Legende Philippe Suchaud nach ebenfalls vierzehn Weltmeistertiteln den Rücktritt bekannt. Nun ruhen die Hoffnungen auf den 35-jährigen Jean „Moineau“ Feltain, der seiner Meinung nach im Halbfinal zu spät eingewechselt wurde.
Besondere Ambiance genossen
Gemäss Felix Rudolf, der schon dreimal an einer Weltmeisterschaft live dabei war, haben die Organisatoren einen schwierig bespielbaren Kiesboden verlegt. Er findet es schade, dass die jungen Thailänder keinen Startplatz erhielten und den Titel nicht verteidigen konnten. Pascal Roth’s Fazit zum Turnierverlauf fällt wie folgt aus: „Die aggressive Spielweise mit der nötigen Schussgewalt hat dazu geführt, dass fast jede Même deutlich ausgefallen ist und drei bis vier gutgeschriebene Punkte normal waren.“ Für ihn bleiben die Fangruppen – unter anderem aus Madagaskar, Deutschland und Belgien – in bester Erinnerung. Er weist auf die Einlasskontrolle in die Halle hin, wo die Rucksäcke kontrolliert und Esswaren abgenommen wurden. Auf die Frage, wie er zu den Tickets kam, lautet seine Antwort: „Diese habe ich Anfang November 2024 jeweils im Doppelpack zum Preis zwischen 20 und 50 Euro online buchen können. Nur der Finaltag war ausverkauft.“ Während dem dreitägigen Aufenthalt gab es in kulinarischer Hinsicht manch gute Adressen, wo sich ein Besuch gelohnt hat.

Einzelne Spielfelder in der halbrunden Zénith-Konzerthalle

Fachkundiges Publikum auf den Tribünen-Sitzplätzen

Heissbegehrte Tickets für die untere Reihe